JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG DES ELTERNVEREINS AM GRG 19

12. Oktober 2006

Protokoll

 

Beginn: 18.40

 

1. Eröffnung und Begrüßung

Dr. Oberleitner begrüßt Fr. Direktor Madl, Fr. Mag. Schiffler und die anwesenden Eltern sowie den Vortragenden, Hrn. Bezirksinspektor Alfred Schuster und verweist auf vorliegendes Informationsmaterial (Comeniusprojekt, Infos für EV aus 4. und 5. Kl., Broschüren über Gewalt). Der Wahlvorschlag für die Wahl des neuen Vorstands wird verteilt.

2. Vortrag "Gewalt in der Schule"

Vorgestellt wird das Projekt "Die Außenseiter", das sich an die SchülerInnen der 4. Klassen (Grenze der Strafmündigkeit !) wendet. Dieses Projekt dient in erster Linie der Prävention, wobei sich die Polizei als Kontaktstelle für Eltern anbietet. In Form einer filmischen Darstellung wird typisches Agressionsverhalten dargestellt. Ziel des Films ist die Hebung des Bewusstseins über den strafrechtlichen Charakter der einschlägigen Delikte, insb. der scheinbaren Bagatelldelikte (zB Eigentumsdelikte, zB Handy-Diebstahl in der Schule, Ladendiebstahl als Gruppendelikt, Gewalt unter Schülern). Es werden insb. die Folgen des deliktischen Verhaltens aufgezeigt (Anzeige bei Staatsanwaltschaft, Verfahrenseinleitung, Eintrag ins Strafregister, disziplinäre Konsequenzen in der Schule, Eintragung ins Strafregister, spätere Konsequenzen bei Führerscheinausstellung etc.). Weiters wird das Wesen einer Verwaltungsübertretung, zB. Radfahren in alkoholisiertem Zustand (Mindeststrafe bei über 14 Jährigen 580 EUR) erklärt und Fragen zum Jugendschutzgesetz (illegale Drogen, Strafbarkeit des Erwerbes, Besitzes und Konsums) beantwortet.

Ziel der Filmvorführung mit anschließender Diskussion: Bewusstseinserweiterung, Unrechtsbewusstsein soll gestärkt werden, Wecken der Zivilcourage, gegen Gewalt aufzutreten. Information über Schadenersatz (zB. Graffitis bei Verkehrsbetrieben, Schadenersatz 350-400 € bei ÖBB, Reinigungskosten sind Schadenersatz, Exekution 30 Jahre möglich)

Appell an Eltern: Beobachtung des Freizeitverhaltens der Kinder, insb. Videospiele mit gewalttätigem Inhalt, Gewaltvideos am Handy.

Die Polizei bietet sich auch als Kontaktstelle an. Hinweise der SchülerInnen auf Dealer, Nötigung, Eigentumsdelikte sind für die Polizei sehr wertvoll (möglichst nicht nur anonym).

Hinweis auf das Offizialprinzip, Anzeigen sind von Amts wegen zu verfolgen. Als alternativer Kommunikationsweg steht zB auch die Initiative "Rat auf Draht" zur Verfügung.

Polizeiliche Kontaktstelle:

Polizeiinspektion 19, Hohe Warte 32, Tel. 01/31310/27330

e-mail: Alfred.Schuster@polizei.gv.at

 

Tips: Bei tätlichen Angriffen (Beispiele: Angriffe auf Schülergruppen bei  U-Bahn-Stationen in Schulnähe) Notruf 133 anrufen, möglichst in Gruppen unterwegs sein. Bei Bedrohungen in U-Bahnzügen sollten sich Kinder mit der Bitte um Unterstützung an Erwachsene wenden.

Oberleitner weist auf die Bedeutung der Zivilcourage auch bei Passanten und Außenstehenden hin.

In der Diskussion wird auf das Problem des Drogendealens hingewiesen. Schuster ersucht, solche Beobachtungen an die Polizei weiter zu leiten.

Oberleitner appelliert ebenfalls an die Eltern, Kinder frühzeitig zu beobachten und auf sie entsprechend erzieherisch einzuwirken sowie auf die Entwicklung des Unrechtsbewusstseins hinzuwirken. Täter zählen nicht immer nur zu Randgruppen. Hingewiesen wird auch auf die Vorbildwirkung der Eltern.

3. Bericht der Schulleitung

Fr. Dir. Madl berichtet über jüngste Maßnahmen in der Schule. Als spezielle Maßnahme gegen Eigentumsdelikte ist seit September der Zugang von der Billrothstraße zur Zentralgarderobe nur bis 14.00 möglich, danach nur über den Gartentrakt. Ab November werden in den Turnsälen Safes installiert, die groß genug sind, um die Wertsachen einer Gruppe zu verwahren. Kinder sollten jedenfalls nicht zu viel Wertsachen in den Unterricht mitbringen.

Die Überbrückerregelung ist angelaufen, das Interesse daran sei jedoch derzeit eher gering. Die Informationen darüber wurden über die Klassenvorstände kommuniziert. Der Einwand, dass Kinder von der Überbrückerregelung deshalb nicht Gebrauch machten, weil sie dabei "eingesperrt" wären, sei nicht richtig. Einzelnen Kindern kann vom / von der aufsichtsführenden Lehrer/in gestattet werden, Einkäufe zu tätigen. Erforderlich für die Teilnahme an der Überbrückerregelung ist die verbindliche Anmeldung der Kinder, immer zu einer bestimmten Stunde zu kommen. Die Nachnominierung von Kindern ist noch möglich. Derzeit steht die Überbrückerregelung nur den 3.,4. und 5. Klassen offen, für 1.,2. Klassen ist nur TSH vorgesehen. Allfällige Ausweitungen des Angebots in der Zukunft bedürften einer gründlichen Prüfung. Simané verweist auf das Kostenproblem bei TSH in den 1. und 2. Klassen. Fr. Dir. Madl verweist auf das hohe Ausmaß an schulischer Eigeninitiative, welche die derzeitige Lösung ermöglicht hat, und sieht sich zu noch größeren Serviceleistungen aus organisatorischen Gründen derzeit nicht in der Lage.

Vorstellung von Büchern und Broschüren: Buch über die 111 besten Lerntyps und zur menschlichen Anatomie. Bestellungen über Bestellkarte möglich. Folder über Beihilfen für Schüler (Information der AK).

4. Bericht des Obmanns

Der Obmann erstattet Bericht über das abgelaufene Jahr (siehe im Detail den schriftlichen Bericht des EV-Vorsitzenden). Ein wichtiges Anliegen war die Problematik der Kostenbelastung der Eltern (3.000 – 4.000 € in 8 Jahren für Schulveranstaltungen, Kopierkosten, sonstige Nebenspesen). Der EV versucht, die Kosten möglichst niedrig zu halten. Kopierkosten konnten deutlich reduziert werden. Ein besonderes Anliegen ist die frühzeitige Information der Eltern über die Kosten von Schulveranstaltungen. Der EV wird um die Beibehaltung einer angemessenen Überbrückerregelung weiterhin bemüht sein. Die 5-Tage-Woche wurde definitiv beschlossen. Der Nichtrauchererlass gibt Anlass für Probleme (differenzierte Regeln für SchülerInnen und LehrerInnen). Die Zeckenimpfung wurde erfolgreich durchgeführt, allen Mitwirkenden wurde der Dank für ihr Engagement ausgesprochen. Erwähnt wurde ua auch die Verhaltensvereinbarungen, die neue Hausordnung sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

Diskussion über "English in Action": Oberleitner verweist auf den Rechtsstreit, ob „English in Action“ als Schulveranstaltung oder als schulbezogene Veranstaltung zu qualifizieren ist . English in Action wird in der Schule als „schulbezogene“ Veranstaltung gewertet. Allerdings ist für diese Form der Veranstaltung eine dreitägige Begrenzung vorgesehen.

Oberleitner spricht den Eltern seinen Dank für ihr Engagement in der Schule aus, insb. bei Schulfesten.

In Form eines kurzen Nachrufs wird der auf tragische Weise plötzlich verstorbenen langjährigen EV Fr. Dr. Gertrude Graf gedacht.

5. Bericht des Kassiers

Der Kassabericht 2005/2006 weist einen Anstieg der SchülerInnenunterstützung von ca 3.400 € im Vorjahr auf mehr als 5.000 € aus. Rund 4.000 € wurden für Schulveranstaltungen (BegleitlehrerInnen für Schikurse) verausgabt (690 € für Schüleraustausch Ungarn). 26 Unterstützungen (9 Schikurs, 5 Sportprojektgruppen, 12 andere). Die Einnahmen (€ 12.931,73) und Ausgaben (€ 12.863,30) sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert geblieben. Die EV-Beitragsquote liegt bei ca 90%. Fr. Dr. Krawarik nahm nur ein Drittel des für sie vorgesehenen Betrags für das Abschiedsgeschenk in Anspruch (Karten für Musical Rebecca), zwei  Drittel bleiben für weitere Schülerunterstützungen in der Kassa.

Allgemeinförderungen sollen künftig eher zurückgefahren werden, um für begründete Einzelfälle mehr Reserven zu haben. Unabhängig davon scheint die Anhebung des EV-Beitrags geboten.

6. Bericht des Rechnungsprüfers

Der Rechnungsprüfer bestätigt die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungsabschlusses. Der Antrag auf Entlastung des Vorstands wird einstimmig angenommen.

7. Wahl des Vorstands, der Rechnungsprüfer und der Elternvertretung im SGA

Der Wahlvorschlag wird einstimmig angenommen: Obmann MR Dr. Franz Oberleitner (Stv. Daniela Tollmann), Schriftführer MR Dr. Heinz Jirousek (Stv. Renate Krizek), Kassier Erwin Simané (Stv. Maria Rehor), Rechnungsprüfer Mag. Herbert Havel, Dipl. Ing. Drago Pleschko, Elternvertretung im SGA: Stimmführer Beri Halla, MR Dr. Franz Oberleitner, Daniela Tollmann (Vertreter: Günther Krischkowsky, Dr. Irene Preis, Edith Vana Rolles).

8. Verabschiedung der bisherigen Schriftführerin

Der scheidenden Schriftführerin Fr. Pratschner wird für Ihre langjährige wertvolle Mitarbeit im Vorstand Dank und Anerkennung ausgesprochen.

9. Festsetzung des Mitgliedsbeitrags

Der Vorschlag, den Mitgliedsbeitrag von 22 € auf 24 € anzuheben, wird einstimmig angenommen. Oberleitner appelliert an die Eltern, die Zahlscheine vollständig auszufüllen, insb. auch den Namen des Kindes darauf anzugeben.


10. Anträge, Wünsche und Anfragen, Allfälliges

Anträge, Wünsche und Anfragen wurden nicht vorgebracht. Oberleitner weist abschließend  auf die Informationsmöglichkeit über die Homepage sowie die e-mail-Kontakte hin und betont, dass der EV auch weiterhin bemüht sein wird, die Interessen der Eltern bestmöglich zu vertreten.

 

Ende der Sitzung: 20.30

 

Dr. Heinz Jirousek eh

Schriftführer

 

Dr. Franz Oberleitner eh

Obmann